In erster Instanz ist das Ziel, dass dein Kind 1-2x täglich bis maximal jeden 2. Tag schmerzfreien und absolut problemlos cremigen/weichen Stuhl („Kuhflade“) absetzen kann und es zu KEINEN Rückfällen und „Unfällen“ (mehr) kommt.

Dafür ist es in sehr vielen Fällen notwendig, zuerst den Darm mit einer höheren Dosis Macrogol von Altlasten zu befreien (Desimpaktion) und ihn „leer zu machen“.

Im Anschluss daran gilt es, die Erhaltungsdosis zu suchen, bei der 1-2x täglicher, schmerzfreier und problemloser Stuhlabsatz erreicht wird. Diese ist von Kind zu Kind sehr unterschiedlich und es bedarf oft etwas Geduld, bis die richtige Dosis gefunden wird. Wichtig ist, dass sich dein Kind mit der Erhaltungsdosis wohlfühlt und es möglichst zu keinen Unfällen (mehr) kommt. Außerdem soll das Thema „Stuhlgang“ kein Thema mehr sein und wieder zur absoluten Nebensache werden. Nur wenn das gegeben ist, kann dein Kind anfangen, die Angst zu vergessen. Infos dazu, wie du die richtige Erhaltungsdosis für dein Kind finden kannst, gibt es hier.

Das Endziel im Falle der funktionellen Obstipation ist jedoch ein Kind, das wieder ohne Hilfe Stuhl absetzen kann. Dafür werden die Laxanzien langsam und in kleinen Schritten ausgeschlichen. Aber erst dann, wenn dein Kind dazu bereit ist. Wenn du mehr über die Reduktion der Medikamente wissen möchtest, lies bitte hier weiter.